Deine Kasse funktioniert, die TSE ist aktiv und die Tagesabschlüsse werden gespeichert. Trotzdem kann bei einer Kassen-Nachschau eine entscheidende Frage auftauchen: Kann ein Außenstehender nachvollziehen, wie die Daten in Deinem Betrieb entstehen, verarbeitet, kontrolliert und aufbewahrt werden?
Genau dafür ist die Verfahrensdokumentation da. Sie muss kein unlesbares Handbuch mit Hunderten Seiten sein. Sie sollte aber verständlich beschreiben, wie Dein Kassensystem im tatsächlichen Betriebsalltag eingesetzt wird – einschließlich Zuständigkeiten, Stornierungen, Ausfällen, Sicherungen und Änderungen.
Eine Kassen-Nachschau kann ohne vorherige Ankündigung während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten stattfinden. Dabei darf die Finanzverwaltung kontrollieren, ob Kasseneinnahmen und Kassenausgaben ordnungsgemäß aufgezeichnet werden und das elektronische Kassensystem vorschriftsmäßig eingesetzt wird.
Für Gastronomie und Einzelhandel bedeutet das: Im entscheidenden Moment müssen nicht nur die Kasse, sondern auch die dazugehörigen Daten und Unterlagen verfügbar sein.
Die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) werden im Zusammenwirken zwischen Finanzverwaltungen von Bund und Ländern, Wirtschaftsverbänden und den steuerberatenden Berufen abgestimmt. Das BMF-Schreiben fasst die Anforderungen der Finanzverwaltung an eine IT-gestützte Buch-Führung praxisgerecht zusammen und sorgt für die für die Unternehmen wichtige Rechtsklarheit.